Der Sportwart
Streckenposten und Marshall. Begriffe die jeder schon einmal gehört hat. Aber 'Sportwart der Streckensicherung'? Dies ist die offizielle deutsche Bezeichnung der umgangssprachlich genannten 'Streckenposten'. Denn der Streckenposten ist im eigentlichen Sinne keine Person, sondern bezeichnet die festgelegten Stellen an der Rennstrecke, an denen die Sportwarte ihren Dienst verrichten.
Im Allgemeinen beschränkt sich dieser Dienst wohl auf das Schwenken der Signal-Flaggen (nicht Fahnen), so beobachten es zumindest viele Zuschauer von außen. Doch das weit mehr hinter dieser Tätigkeit steckt als man denkt, bekommt man meistens nicht mit. Ja hätten die Sportwarte nicht so auffällige Flaggen und Warnwesten,, würde sie kaum jemand bemerken. Denn egal wie groß oder klein die Rennveranstaltung ist, der Sportwart und die Streckensicherung finden selten Erwähnung in den Medien, dabei würde sich ohne ihn kein einziges Rad im sportlichen Wettbewerb drehen - vom Slalomrennen bis Weltmeisterschftslauf der Formel 1. Allenfalls wenn falsche Entscheidungen und Fehlverhalten der Sportwarte der Streckensicherung beobachtet wurden, entstehen plötzlich die hitzigsten Diskussionen in diversen Internetforen.
Doch von außen scheint es ein leichtes zu sein, sich ein Urteil zu bilden, wer aber stand wirlich schon einmal 8 Stunden und mehr, bei jedem Wetter und Tageszeit, an der Rennstrecke? Wer behält wirklich in einer echten Stresssituation die Nerven, wo doch Adrenalin und Aufregung mit der Gefahr Hand in Hand gehen. Wer ist tatsächlich bereit, seine Freizeit, Urlaub und finanzielle Mittel zu opfern, um -nüchtern betrachtet- Autos zu bergen, Ölspuren zu beseitigen oder den halben Tag mit langem Arm Flaggen zu schwenken, um als Dankeschön eine geringe Aufwandsentschädigung vom Veranstalter zu erhalten und im besten Fall ein dankendes Handzeichen der fahrer im Vorbeiflug.
Sicherlich so gesehen ist es nicht jedermanns Sache, diesen Job zu übernehmen, doch die, welche ihn ausüben, machen dies gerne. Jeder persönlich, vielleicht aus unterschiedlichen Beweggründen, aber letztendlich oder gerade auch aus Liebe zum Motorsport und dessen Faszination.
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